lingua

  • Italiano
  • English
  • Français
  • Deutsch
  • Español
  • Русский

titolo

Die Valle Versa

Wir verlassen Asti auf dem Corso Casale und fahren wir in Richtung Casale Monferrato bis zur Abzweigung nach Portacomaro, und dort bis zum Ortszentrum. Auf der Straße, die nach Scurzolengo führt (Viale Degiani), befindet sich an dem Punkt, an dem der alte Friedhof stand, über einer Steintreppe, die schöne Giebelfassade aus Back- und Sandsteinen mit Bogenbekrönung der romanischen Kirche von San Pietro (11. Jh.).
Wir fahren weiter nach Refrancore, in drei Kilometern Entfernung, wo wir auf der Straße nach Asti, halb verborgen zwischen den Häusern des gleichnamigen Ortsteils, die kleine Kirche der Maddalena finden, deren romanische Spuren während der vor kurzem ausgeführten Restaurationsarbeiten zum Vorschein kamen.
In Richtung der Gemeinde Viarigi geht es weiter. Die San Marziano gewidmete Kirche ist in Privatbesitz und befindet sich allein auf einer Erhebung circa drei Kilometer vom Ort entfernt (Besichtigung des Kirchenäußeren).
Ganz in der Nähe, bevor wir das mittelalterliche Dorf von Montemagno mit seinem wunderschönen Schloss erreichen, biegen wir nach links in Richtung des Friedhofs ab, fahren an diesem vorbei und kommen auf einer kleinen Erhebung mit herrlicher Aussicht zu den Ruinen der Kirche von SS.Vittore e Corona, die aus einer Apsis mit Halbkuppel mit Back- und Sandsteinstreifen und aus dem Kirchturm besteht.
Von Montemagno fahren wir weiter nach Casorzo: die Kirche S.Maria delle Grazie aus dem 19. Jahrhundert in der Mitte eines als Park ausgestatteten Hügels verbirgt ihren romanischen Teil in der Apsis und auf der Südseite, wo die Mauer aus Sandstein mit ineinander gewundenen Bögen und Einzelbogenfenstern mit starker Ausschrägung geschmückt ist. Zur Romanik gehört auch ein Hinweis und ein Besuch in der Gemeinde Grazzano Badoglio, dessen Kirchturm der heutigen Pfarrkirche SS.Vittore e Corona (welche auch das, was traditionsgemäß als Grab des Grafen Aleramo – im Jahr 961 – gilt, beherbergt) trotz zahlreicher Renovierungen noch heute die romanische Struktur der verschwundenen Abtei aufweist.
Nicht weit entfernt ist die Kirche San Pietro in Calliano einen Besuch wert; sie befindet sich neben der Provinzstraβe nach Grana in einer Kurve der Provinzstraβe auf einer kleinen Wiese. Heute zeigt sich das Gebäude mit einer neugotischen Fassade. Die Apsis ist der einzige ursprünglich gebliebene Teil der Kirche, die Bekrönung zeigt ein Bogenfries mit Konsolen, weiter oben bilden Backsteine ein Sägezahnmotiv.
Von Calliano fahren wir auf der Straße Asti-Casale hinunter bis zur Abzweigung nach Cocconato- Montiglio, und biegen in die alte Straße der Valle Versa ein, auf der wir bis zur Kreuzung nach Corsione fahren: von der Straße her gut sichtbar, auf dem Gipfel eines Rebbergs, steht die Kirche Madonna di Aniceto mit ihrer weißen barocken Fassade (18. Jh.) und der romanischen Apsis. Die Kirche wurde nach jahrelanger Vernachlässigung von der Kurie dem Weinunternehmen anvertraut, auf dessen Land sie sich befindet.
Man fährt im Tal weiter und biegt in Richtung Scandeluzza ab: in der Nähe des Friedhofs bewahrt die kleine Kirche Santi Sebastiano e Fabiano die Apis aus abwechselnden Sand- und Backsteinzeichnungen mit doppelter Bogenbekrönung mit Blumenornamenten aus Sandstein, im romanischen Stil des Monferrato. Im Innern der Kirche (immer geöffnet) können die Fresken aus dem Jahr 1440 besichtigt werden, die den in eine Mandel gerahmten Christus und Figuren von Heiligen und Symbolen der Apostel zeigen. Im nahen Ort Colcavagno weist die Kirche SS.Vittore e Corona im Friedhof wieder verwendete und in den später erstellten hinteren Mauern eingefügte dekorative romanische Elemente auf (Bruchstücke von Bögen, Tierfiguren und Pflanzen).
In Cunico auf dem höchsten Punkt der Erhebung San Martino zeigt die gleichnamige Kirche als einziges Zeugnis der alten Sieglung von Ponengo auch heute, nach der Restauration einige Spuren der Romanik in den im Mauerwerk eingefügten Fragmenten (Besichtigung des Kirchenäußeren). Später steigen wir nach Montiglio Monferrato auf, das vom beeindruckenden Schloss dominiert wird: wenig entfernt vom Dorfplatz am Eingang zum Friedhof empfängt uns die kleine Kirche San Lorenzo mit einer neuen Fassade, aber die groβe Überraschung ist das Kircheninnere, das auf den Kapitellen der Säulen einen bedeutenden Skulpturenschatz mit für die Romanik typischen symbolischen Darstellungen erhalten hat..
Wir fahren über Cocconato hindurch an den nördlichsten Punkt der Provinz in Richtung Tonengo, kurz vor dem Ort Ottini erhält auf einem hohen Hügel isoliert die Kapelle von San Michele das ursprüngliche Mauergewebe aus Sand- und Backsteinen in den Seitenmauern und in der Apsis. Auf der Südseite ist der Bogen eines (zugemauerten) Zugangs interessant, dessen Rahmen aus Sandstein eine schöne Rhombenverzierung aufweist.(Gemeindeverwaltung Tonengo 0141 908112).
Zurück auf der Straße des Valle Versa-Tals in Richtung Asti erscheint an der Kreuzung nach Montechiaro auf unserer Rechten der prachtvolle Glockenturm der Kirche SS.Nazario e Celso, einer der repräsentativsten romanischen Pfarrkirchen Astis, sowohl was den Standort betrifft wie auch durch die einzigartigen farblichen Lösungen, das Wechselspiel von Sand- und Backsteinen und den Kontrast zwischen den geringen Abmessungen der Kirche und den vier Geschossen des Kirchturms. Angenehm ist der Zugang zu Fuß auf einer nicht asphaltierten Straße zwischen den Feldern, und einem zauberhaften Ausblick auf den Monferrato. Das Innere der Kirche ist von geringer Bedeutung, es kann jedoch besichtigt werden, indem der Schlüssel beim landwirtschaftlichen Unternehmen am Fuß des Hügels abgeholt wird. Unsere letzte Etappe ist in Castell’Alfero bei der kleinen Kirche der Madonna della Neve, die sich an einem schönen Standort zwischen den Bäumen befindet. Der Kirchturm ist zylindrisch (einziges Beispiel der Romanik von Asti) und die Apsis mit der eleganten Zweifarbigkeit im Schachbrettmuster und die aus Stein gehauenen Bogenfenster sind bemerkenswert.