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Zwischen Asti und Vezzolano

Unter erster Vorschlag führt uns in Richtung der schon erwähnten mittelalterlichen Pilgerwege. Einer der Wege der Via Francigena erreichte unser Gebiet von Chieri her und hatte als Hauptetappe das Pfarrhaus von S.Maria di Vezzolano, einem Symbol der Romanik des Piemont und der Stadt Asti.
Die Rundfahrt verläuft wie folgt: bevor wir Asti verlassen, folgen wir den Wegweisern nach Viatosto. Die heutige Kirche von Viatosto ist ein Wiederaufbau der romanischen Santa Maria di Riparupta (11. Jh.). Das Innere mit drei Kirchenschiffen mit Kreuzgewölben, die von Säulen mit aus Sandstein gehauenen Kapitellen gestützt werden, ist sehr harmonisch, und vor kurzem ausgeführte Restaurationsarbeiten haben wunderschöne Fresken ans Licht gebracht, die aus dem 13. bis 16. Jahrhundert stammen und vorwiegend stillende Madonnen zeigen.
Von Viatosto aus erreichen wir die Staatsstrasse SS 458 nach Chivasso, die alte Strasse, die zur römischen Kolonie mit dem Namen Industria führte. Nach wenigen Kilometern (genauer ad septimum milium) biegen wir nach Settime ab, wo auf dem Friedhof das San Nicolao gewidmete Kirchlein besucht werden kann, einst die Pfarrkirche des Dorfes.
Wenige Kilometer trennen Settime von Cinaglio. Hier steht die romanische Kirche San Felice auf dem gleichnamigen Hügel in der Nähe des Friedhofs, in das Dorf dominierender Position. Ihr Bau geht auf des 12./13. Jahrhundert zurück.
Von Cinaglio ist ein Umweg nach Chiusano möglich. Längs der Santa Maria genannten Strasse treffen wir auf die gleichnamige Kirche deren Apsis in den von kleinen, aus Backstein gemeißelten Konsolen die typischen romanischen Merkmale aufweist. (Besichtigung des Kirchenäußeren) Wir gehen weiter in Richtung Camerano, dann Soglio und schließlich Cortazzone, wo wir auf eines der Juwelen der Romanik der Region Asti treffen. Nach dem Dorf erreichen wir den Hügel von Mongiglietto. Für den Besuch der wunderschönen Kirche San Secondo (11. – 12. Jh.) nehmen wir uns etwas Zeit, um die außergewöhnlichen Symboldekorationen sowohl in ihrem Inneren wie auch an der Außenseite in Ruhe bewundern zu können. Die Fassade ist nüchtern, aber schon auf dem Gesims über dem Portal sehen wir eine Muscheldekoration, eines der Symbole, die dem Pilger anzeigte, dass die Kirche als eine der Etappen auf der Via Francigena fungierte.
Wir verlassen Cortazzone in Richtung Montafia. Hier steht auf dem Friedhof die kleine Kirche von San Martino. Ebenfalls in der Nähe von Montafia, im kleinen Friedhof der Ortschaft Bagnasco, steht die überraschende Kirche von San Giorgio. Die Grundform der Basilika mit drei Schiffen und die drei imposanten Apsiden scheinen auf dem Abhang des Hügels, auf dem sie steht.
Von Bagnasco fahren wir weiter auf der Provinzstraβe 10 bis nach Gallareto, wo wir nach Piovà Massaia hochsteigen: am Dorfeingang auf einem Tuffausläufer sind die Ruinen der Kirche von San Giorgio sichtbar.
Der nächste Halt ist nicht weit entfernt, in der Gemeinde Cerreto. Hier folgen wir den Wegweisern zum Ort Casaglio, in dem die Kirche von Sant’Andrea steht (erste Hinweise im 11. Jh.). Auf dem höchsten Punkt eines kleinen Hügels, auf einer gepflegten Wiese und einem schönen Umfeld, sieht sie über die Dächer des kleinen Weilers hinab, der vielleicht früher zur Kirche gehörte, die ihrerseits vom Kloster S.Anastasio in Asti abhängig war.
Auf der Weiterfahrt auf der Staatsstraße 10 fahren wir in Richtung Aramengo; nach der Kreuzung gegen das Dorf hin befinden sich die Hinweisschilder zur Kirche San Giorgio im Ortsteil Masio. In schöner ländlicher Umgebung gelegen, in der Nähe eines Bauernhofs, hat die Kirche eine Fassade aus dem 18. Jahrhundert, aber eine sehr einfache romanische Apsis, aufgeteilt in drei Bereiche mit drei kleinen Fenstern (Besichtigung des Kirchenäußeren). Wir steigen nach Albugnano auf. Die Strasse klettert bis zu mehr als 500 m ü.M. hoch. Vor Erreichen des Aussichtspunkts neben der Pfarrkirche ist ein Halt auf dem Friedhof des Kirchleins San Pietro zu empfehlen.
Und jetzt die wichtigste Etappe unserer Rundreise: 1 km vom Ort entfernt befindet sich die Abtei S. Maria di Vezzolano, das repräsentativste Denkmal der Romanik in Asti, zur Zeit Gegenstand des Projekts der Transromanica. Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag 9.00-12.30 14.00-18.30 (Sommer) /9.00-12.30 14.00-18.00 (Winter) Tel. 011 9920607.
Wir fahren nach Berzano San Pietro, durch das Dorf und weiter zum Friedhof; danach erreichen wir zu Fuß zwischen den Bäumen hindurch die restaurierte Kirche San Giovanni: die Spuren der Romanik sind in der Apsis aus Stein zu finden. (Besichtigung des Kirchenäußeren)
Von Berzano fahren wir hinunter zur Gemeinde Castelnuovo Don Bosco. Nach der Ortschaft Bardella steigen wir zur kleinen Pfarrkirche von Santa Maria di Cornareto hinauf, die zwischen Rebbergen isoliert und einzigartig nach Norden ausgerichtet steht. Am Eingang von Castelnuovo begegnen wir hingegen der Kirche Sant’Eusebio, die zur Diözese von Vercelli gehörte: hier sind die Spuren der Romanik in der Apsis erkennbar, die sich gegenüber dem Boden absenkt. Das ursprüngliche Gebäude, durch einen Erdrutsch eingestürzt, diente als Fundament für die nachfolgenden Bauten.
Im Dörfchen Mondonio (Geburtsort von San Domenico Savio) in Richtung Capriglio (Weiler Garesio) treffen wir auf die Kirche Santa Maria di Rasetto mit Laubengang an einer landschaftlich anmutigen Stelle am Rand eines kleinen Wäldchens.
Wir fahren nach Villanova hinunter und erreichen Buttigliera d’Asti: im Friedhof die Kirche San Martino, die alte Pfarrkirche des Dorfes mit der ganz aus Backsteinen erstellten Apsis.
In Villanova D’Asti, im Dorf Corveglia (längs der Straße nach Poirino), wurde vor kurzem ein lange vernachlässigter, wunderschöner quadratischer romanischer Turm renoviert, mit 5 durch Stockwerksgesimse mit Bogenfriesen markierten Geschossen, in denen sich Einzel-, Zwillings- und Drillingsfenster öffnen.
Auf der Weiterfahrt in Richtung Asti fahren wir durch Villafranca d’Asti, mit der Kirche Madonna della Neve (in Privatbesitz, das Innere kann nicht besichtigt werden) als einzigem Zeugnis der verschwundenen Siedlung von Volpino zwischen den Zypressen.
Wir folgen den Schildern nach Tigliole und erreichen vor dem Dort, zwischen den Reben, die Kirche San Lorenzo, die uns empfängt mit ihrem schönen Portal aus Sandstein, eingefasst in der Fassade aus Backsteinen, von denen einige ein Fischgratmuster auf der Oberfläche aufweisen. Schließlich führt uns die letzte Etappe dieser ersten Rundfahrt der Romanik in Asti in die Gemeinde San Damiano d’Asti mit zwei Kirchtürmen Der erste befindet sich im Ortsteil San Giulio. Der zweite steht Im Ortsteil San Pietro: hier hat der Kirchturm ein Fundament aus Sand- und Backsteinen und Dekorationen aus Bögen und Sägezähnen im unteren Teil.